Das Lied der Nibelungen

Wie durch eine schöne Frau das Volk der Burgunder unterging

Michael Dollendorf mit alamanischer Leier - Photo: André Wagenzik

Die großen Helden, Hagen, Dietrich von Bern, Hildebrand, Gunther, Siegfried – alle werden in Kämpfe verstrickt, weil Krimhild mit allen Konventionen bricht, um ihren Gefühlen von Liebe, Hass und Rache freien Lauf zu lassen.

Erst im mündlichen Vortrag, erzählt und gesungen, erhält das Epos seine ursprüngliche Kraft zurück und fesselt ein Publikum wie vor 800 Jahren.

Michael Dollendorf erhielt seine musikalische Ausbildung an der University of Michigan in Ann Arbor. Danach war er Mitglied renomierter Ensembles: Les Arts Florissants in Paris, Smithsonian Chamber Players in Washington D. C., Philharmonia Baroque Orchestra in San Francisco.

An der Universität Bonn studierte er Alt-Anglistik bei Karl Reichl und Alt-Germanistik bei Manfred Kaempfert, Christoph Cormeau und Monika Unzeitig. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Traditionen mündlicher Überlieferung. Seine Programme sind erzählte Geschichten in Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Gotisch, Altsächsisch, Altenglisch, Mittelenglisch und Okzitanisch.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen germanische Heldenlieder, französische Troubadourlyrik und die Werke der deutschen Minnesänger Walther von der Vogelweide, Neidhart von Reuental und Oswald von Wolkenstein.

Er begleitet sich selber auf Harfe, Leier, Lyra, Fiedel und Symphonia und Organistrum.