Stimme

Barbara Strozzi & Michael Dollendorf - Photo: André Wagenzik
Builder: 
Mama & Papa
Model: 
Bass Bariton mit Möglichkeiten. Umfang: D (am Morgen tiefer) bis g' und höher...

Meine Stimme ist bestimmt  zu einem großen Teil meiner biologischen Existenz und körperlichen Gegebenheiten geschuldet. Ich hatte immer viel Spaß beim Singen und es gab fünf Lehrer, denen ich ewig dankbar für die Arbeit bin, die sie mit mir gemacht haben.

Die erste war  Norma Gentile, die gerade aus Spanien zurück gekehrt war, wo sie einige Jahre studiert hatte. Sie gab mir, dem jungen Musikstudenten in Ann Arbor, Michigan, den ersten richtigen Gesangsunterricht. Sie half mir zu forschen und frei mit der Stimme zu experimentieren - genau was ein Mann in seinen frühen Zwanzigern braucht. Die Stimme hat sich dann noch nicht gefestigt und man sollte sie noch nicht in einen Rahmen pressen.

1986/87 lebte ich in Köln und hatte ein Jahr Unterricht bei Lia Montoya Palmen, einer kolumbianischen Sopranistin, die mir eine gute technische Abreibung verpasste. Das war ehr eine Bühnenschule und sie unterrichtete viele Opernsänger. Often habe ich Sinn und Zweck nicht verstanden, aber auf lange Sicht war diese Begegnung mit der Opernwelt ein Gewinn.

Um die gleiche Zeit kam Max van Egmond, der auch einer meiner engsten Freunde wurde. Max lehrte worin er Meister ist: Sprache und Aussprache steht an erster Stelle, präzise Diktion und klare Artikulation. Er, der so ganz in der Musik von J.S. Bach verwurzelt ist, war ein großartiger Zuhörer und Kritiker als ich anfing die mittelalterlichen Programme zu entwickeln und mich selbst zu begleiten.

Jetzt ist es Torsten Baireuther in Berlin. Seine Arbeit hat nicht mehr viel mit Musik zu tun. Es ist ehr wie meine täglische Qi Gong Routine. Ein paar Bewegungen und Haltungsveränderungen und die Maschine, die wir unseren Körper nennen, kann wieder ohne Hindernisse frei funktionieren und die Stimme kann frei klingen.

Rebecca Stewart  begegnete ich auf einem Ihrer Workshops. Ich hoffe noch viele Jahre mit ihr lernen zu können. Ihre Tonbildung ist so ganz anders und die Ideen begannen bei mir zu wachsen nachdem ich hier und da kleine Veränderungen vornahm. Danke!