John Blow & Henry Purcell

Deutsche Barockharfe von Claus Hüttel - Photo: André Wagenzik

30. November -1. December 2019
John Blow & Henry Purcell

Wochenende mit Frédérique Brillouin und Michael Dollendorf

Bei unserem zweiten Workshop für Barockorchester spielen wir englisches Repertoire. Wir haben eine Suite aus der 'Fairy Queen' ausgewählt und einige Theatermusiken.

Nach der Wiederherstellung der Monarchie unter Charles II. blühte das Theater und es gab viele Möglichkeiten für Komponisten wie John Blow (1649-1708) und Henry Purcell (1659-95).

Die königliche Familie hatte die Jahre im Exil in den Niederlanden und in Frankreich verbracht und mir ihr kamen Musik und Musiker aus diesen Ländern nach England. Die neusten Erfindungen waren die modernen französischen Holzblasinstrumente und die 12-chörige Laute mit zwei Wirbelkästen.

Das Orchester bestand aus allen möglichen Lauten, Theorben, Gitarren, Streichern und Holzblasinstrumenten. Die Musiker spielten zur Unterhaltung des Publikums im Palast, in den Gärten und in der Oper.

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Parallel zu diesem Workshop findet ein Workshorp für Continuo-Spiel auf Theorbe, Laute und Barock Gitarre statt. An den Nachmittagen spielen wir diese wunderbare Musik dann zusammen.

Wir arbeiten auf der modernen neo-barocken Stimmtonhöhe von 415 Hz, da die meisten Spieler Instrumente auf dieser Tonhöhe haben, auch wenn es einen großen Unterschied zu den französischen und englishen Standarts gibt. In Versailles lag der Kammerton bei etwa 400 Hz und der Stimmton in der Oper unter 390 Hz. Die französischen Instrumentenbauer die nach England kamen, wie z.B. Peter Bressan, bauten ihre Instrumente auf diesen Stimmtönen oder ein kleines bisschen höher.

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